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1. Herren: Dunkle Wolken über Hiltrup, aber am Ende kommt doch die Sonne raus

SPARTA Münster

Es war die erwartet komplizierte Aufgabe für uns im Derby bei der DJK Eintracht Hiltrup. An einem angenehmen Spätsommertag traten wir bester Laune mit dem Rad entlang des Wassers die Reise über die wunderbar ausgebaute Kanalpromenade in die Südvorstadt mit dem Gefühl des – nicht immer souveränen – Auftaktsieges gegen Telgte, an. Dass es in Hiltrup nie ein Zuckerschlecken ist, wussten wir, wird einem bei Betreten der Halle aber doch immer wieder aufs Neue vor Augen geführt: Die Halle dunkel ohne Ende, Harzverbot und ein Lärmpegel, der immer wieder so ohrenbetäubend ist, dass man auch jedes Flüstern von der Tribüne ohne größere Anstrengung auf dem Spielfeld versteht.

All dies dürfen aber keine Ausreden für unseren teils indiskutablen Auftritt in den ersten 40 Minuten sein. Startete das Spiel noch bis zur 15. Minute auf Augenhöhe (7:7), häuften sich dann viele technischer Fehler und Unsauberkeiten samt schlechter Würfe in der Offensive, sowie eine kollektive faktische Arbeitseinstellung in der Defensive. Der geneigte Zuschauer in dem (fast) ausverkauften Hiltruper Hexenkessel (Ironie aus), musste feststellen, dass die dann folgende Führung der Hiltruper von 12:16 zur Pause durchaus in Ordnung ging. Nicht verwunderlich war dann, dass Coach Sterz in der Halbzeit seine Stimme deutlich erheben musste und mit Nachdruck mehr Konzentration und Konsequenz für den zweiten Durchgang forderte.

Zunächst aber stellte sich keine Besserung ein. Vorne wurden die Chancen weiterhin teilweise leichtfertig vergeben und hinten kassierten wir das ein oder andere – diplomatisch formuliert – vermeidbare Gegentor gegen die immer langsamer werdende Hiltruper Mannschaft. Bei einem Stand von 14:20 (35.) konnte einem zunächst angst und bange werden. Dann aber kamen wir allmählich immer besser in die Partie und konnten den konditionellen Vorteil immerhin ausnutzen. Ab der 40. Minute wurden die Angriffe sauberer zu Ende gespielt und hinten war sowohl eine Steigerung in der Abwehr- als auch der Torhüterleistung zu verzeichnen, sodass wir aus einfachen Ballgewinnen deutlich besser in unser Tempospiel kamen. In der 44. Minute zogen wir beim Stand von 24:23 erstmals an den Gastgebern vorbei. Selbst wenn wir dann doch ein Tor kassierten kam dann jedoch unser Tempospiel immer besser ins Laufen, sodass wir praktisch immer über die schnelle Mitte die passende Antwort fanden, sodass die Gegenwehr der Hitruper immer weiter nachließ. Über 27:25 und 30:27 brachten wir das Spiel am Ende mit 34:28 – in der Höhe etwas schmeichelhaft – über die Bühne.

Dank gebührt unseren Auswärtsfans in Hiltrup, isnbesondere für die Geduld, dass wir Ihnen zumindest in den letzten 20 Minuten ansehnlichen Handball bieten konnten.

Fazit: 

Das zweite Spiel der zweite Sieg! Allerdings wurde deutlich, dass im Laufe der Saison noch eine Steigerung erfolgen muss und die Mannschaft bereits am kommenden Samstag, 13.09. um 19:30 Uhr im Heim-Derby gegen die Vorstädter aus der anderen Himmelsrichtung – Westfalia Kinderhaus – ein anderes Gesicht zeigen muss. Hieran werden wir in der kommenden Traininsgwoche mit der notwendigen Akribie arbeiten und freuen uns auf eine hoffentlich erneut gut gefüllte und stimmungsvolle Sentruper Höhe, wie beim Saisonauftakt. 

Bis dahin,
Eure Erste

Es spielten: Böswald, Thygs – Barth (9/2), Vossas (6), Flockert (5), Grumbach (4), Grabietz, Grütters, Jung, Davids (je 2), Martinetz, Michel (je 1), Raffenberg

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