Mahlzeit!

Zur besten Mittagessenszeit am Sonntag um 13.00 Uhr empfingen die Mädchen der weiblichen B  mit ihrem Trainer Alex Schöler (Max war verhindert) gänzlich unbekannte Gäste, nämlich die Spielerinnen des TuS Viktoria Rietberg. Es lief eine zahlenmäßig eher kleine Mannschaft ein, die "älteste" weibliche Jugend, die Rietberg derzeit hat. Einige Spielerinnen sind zudem mit einem Doppelspielrecht für die dortige 1. Damenmannschaft (Bezirksliga) ausgestattet. Es war angerichtet!
Aber die Appetithäppchen gingen fast komplett an die Gastgeberinnen von Sparta, die den größeren Torhunger an den Tag legten und nach knapp fünf Minuten mit 4:1 in Führung lagen. Doch dann hatten die Rietbergerinnen ihren Platz an der Tafel in der Halle auf der Sentruper Höhe gefunden, machten einige schnelle Tore und zwei Minuten später führten sie mit 4:6. Doch Pia S. ließ sich die Butter nicht vom Brot nehmen und führte Sparta nach neun Minuten wiederum zum Ausgleich. Was dann folgte, war ein offener Schlagabtausch mit allen "Raffinessen", die Mädchenhandball zu bieten hat: Tempogegenstöße, schöne Spielzüge, aber auch fintenreiches (Foulversteck-)Spiel, bissige, nein eher kratzige Abwehr, Schauspieleinlagen -  eben ein Menü mit vielen einzelnen Häppchen.
Zur  Pause stand es  14:12 für die Heimmannschaft und nach einem Zwischentrunk in der Kabine ging es wieder ans Buffet. Nach knapp neun Minuten in der zweiten Spielhälfte lagen die Spartanerinnen mit vier Toren in Front (19:15) und die Fans dachten schon, das Spiel sei gegessen. Doch Rietbergs Hunger erwies sich als so groß, dass sie sowohl nach 15 Minuten (20:20) als auch nach 18:50 Minuten jeweils zum Ausgleich (21:21) kamen. Nach genau 20 Minuten gab es eine Auszeit von Sparta, um die Strategie für den letzten Gang zu klären, was auf der Tribüne zu folgender Erkenntnis führte: "Es kommt auf die letzten fünf Minuten an." Alexa machte dann den Vorkoster in Sachen Sieg, Rietberg jedoch wollte auch etwas vom Kuchen abhaben und nahm nach 23 Minuten und eben jenem einen Tor Rückstand Auszeit. Aber die Spartanerinnen waren nun endgültig auf den Geschmack gekommen und Pia S. und Feli als beste Schützinnen des aufregenden Spiels machten die letzten beiden Tore.
Das Menü war sicherlich abwechslungsreich gestaltet, aber da das Auge auch mitisst, blieb so manche Zutat quer im Hals stecken. Für den Sieg gibt es einen Stern, weitere können durch noch netteres Anrichten durchaus noch erreicht werden.
Den größten Torhunger hatten Felizitas und Pia S. (je 8), gefolgt von Alexa (4), Pia H. (2), Maria und Julia W. (je 1);  Laura, Sophie und Julia O. waren erfolgreiche Beiköchinnen.                                                           Pia sichert den Sieg

Im Tor den Rietberger Appetit verdorben hat wie immer Veronika. (b.b.) Bild: Michael Böswald