Handball

Verkraftbare Niederlage im Pokal

Nur zwei  Tage nach dem erfolgreichen Meisterschaftsspiel gegen Wettringen, stand für die Mädels um Benne Hofbauer die nächste Partie in der HBS an.

Der Gegner war kein anderer als der derzeitige Tabellenzweite der Verbandsliga SC Westfalia Kinderhaus. Trotz der recht aussichtlosen Prognosen und einer langen Krankenliste auf Seiten der Spartanerinnen wollte man attraktiven Handball zeigen und den Kinderhausern die Aufgabe möglichst schwer machen.

Dies gelang über weite Strecken gut. In der ersten Halbzeit entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe mit nur leichtem Vorteil für die Gäste. Ohne Druck und mit Lust am Spiel agierten die ersten Damen von Sparta vor allem im Angriff. Greta packte immer wieder Paradewürfe aus der zweiten Reihe aus und auch das Positionsspiel klappte, denn es wurde konzentriert durchgespielt und auf die Chance und den besser stehenden Mitspieler gewartet. Kinderhaus reagierte mit der Umstellung auf eine offensivere Abwehr, doch auch dadurch ließ sich Sparta zunächst nicht aus dem Konzept bringen und nutzte die entstehenden Räume im Zusammenspiel mit Kreis- und Einläufern aus. Hinten parierte Rieke gleich mehrfach Siebenmeter und lieferte auch sonst eine tolle Leistung ab. So stand es zur Halbzeit 12:14.

Trainer Benedikt Hofbauer fand in der Pause vor allem lobende Worte und ermunterte die Mannschaft, weiter mutig und agil aufzutreten und den ambitionierten Gegnerinnen weiter das Leben schwer zu machen.

Auch in der zweiten Hälfte präsentierte sich Sparta zunächst weiter gut, konnte sogar noch einmal ausgleichen (17:17). Doch ab der 45. Minute ließ merklich die Kraft nach. Beim zweiten intensiven Spiel innerhalb von drei Tagen und nur 11 teils angeschlagenen oder gerade erst genesenen Spielerinnen auf der Bank keine Überraschung und kein Beinbruch, dennoch hätte man in den letzten Minuten vielleicht ein Quäntchen mehr Konzentration und taktisches Geschick an den Tag legen können, um die tolle Arbeit der vorherigen Spielzeit zu belohnen und ein weniger deutliches Endergebnis zu erreichen (23:35). Die Kinderhauser zeigten in der letzten Viertelstunde ihre individuelle Klasse und nutzten jeden Ballverlust gnadenlos aus. Zurecht stehen sie nun im Halbfinale des Kreispokals, dafür wünschen wir viel Erfolg!

Trotz der Niederlage kann man dem Pokalspiel viel Gutes abgewinnen und geht nun mit ungetrübter Laune in die Karnevalspause, um danach wieder in der Liga gegen den 1. HC Ibbenbüren anzugreifen.

 

Auf der Platte standen: Rieke; Greta, Esther, Carina, Judith, Sassi, Hannah, Annika, Katta, Franny, Katha 

1. Herren: Selbst verschuldete Niederlage gegen Friesen Telgte

Am Samstag hatten wir den direkten Tabellennachbarn aus Telgte zu Gast, kamen jedoch nicht über ein 18:20 hinaus. Den Zuschauern bot sich dabei alles andere als Werbung für den Handballsport. 8 von seinen 20 Toren erzielte Telgte vom 7-Meter Punkt und insgesamt 12 mal meinten die Schiedsrichter einen Spieler für 2 Minuten hinausstellen zu müssen. Besonders dramatisch sind jedoch die mehr als 20 technischen Fehler, die wir uns im Angriff leisteten.

Um die individuelle Stärke des Telgter Rückraums zu kontrollieren, wollten wir mit einer kompakten 5:1 Abwehr und hoch aufgerückten Außenspielern Ballverluste und lange Pässe provozieren. Das Konzept ging an sich auch auf, nur gelang es uns teilweise nicht, konsequent bis zum Schluss zu verteidigen, sodass Telgte nach langem Angriff immer noch einen 7-Meter rausholen konnte. Entweder müssen sich die Schiedsrichter der körperbetonten Spielweise beider Mannschaften anpassen und nicht in jedem Angriff am Ende auf 7-Meter entscheiden, oder aber wir müssen nach sechs 7-Metern in den ersten 14 Minuten uns dieser Linie etwas anpassen. Beides sollte in diesem Spiel nicht mehr passieren.
Dennoch zeigt schon die Tatsache das wir nur 20 Tore kassierten, dass die Abwehr nicht das essentielle Problem war. Das haben auch schon die letzten Wochen gezeigt und mit der guten Defensive werden wir uns auch in den kommenden Spielen gute Angriffschancen erarbeiten.
Deutlich mehr Arbeit bedarf unsere offensive Leistung. 18 Tore. 18 Tore ist nicht viel. Zum Ende der ersten Halbzeit stand noch ein 11:11 zu buche. Bis dahin hatten wir es nämlich teilweise geschafft mit entsprechendem Tempo eins zwei einfache Tore zu werfen oder aber mit schnellem Durchstoßen Lücken für den Rückraum oder den Kreis zu schaffen. Da waren sogar wirklich ansehnliche Kreis-Anspiele dabei.

Als es dann nach 45 Minuten 17:15 stand und Valentin Böswald einen 7-Meter parieren konnte, hatten wir alle Möglichkeiten uns doch noch für die Defensiv- Arbeit zu belohnen. Wir nahmen dagegen die Möglichkeit in den letzten 16 Minuten nur noch ein Tor zu werfen und mit technischen Fehlern schon beim Anwurf zu scheitern. Bei so vielen technischen Fehlern muss man als Gast auch nur 20 Tore werfen um 2 Punkte mitzunehmen. Insofern lässt sich die zweite Halbzeit schnell zusammenfassen. Unsere Angriffe waren durch die Abspielfehler meist recht schnell vorbei und so mussten wir in der Abwehr länger dagegenhalten. Dadurch wurde wiederholt einer von uns für 2 Minuten rausgeschmissen, was unseren Angriff noch mehr erlahmen ließ.

Vielen Dank an die Zuschauer die sich vor allem die letzten 15 Minuten tapfer angeschaut haben. Vielleicht können wir die Spielpause am Wochenende nutzen um unser Angriffskonzept etwas zu sortieren.
Abschließend noch ein großes Dankeschön an Pedro, der uns in den letzten Wochen großartig unterstützt hat und Münster nun wieder verlassen wird. Wir wünschen dir alles Gute für dein Studium und einen guten Start in der neuen Stadt!

Sparta überrascht und punktet

Im Vorfeld erschienene Berichte über die Partie Sparta gegen Wettringen hatten die Heimmannschaft als „unbequem“, „schwer ausrechenbar“ und „unorthodox“  beschrieben und so wollte man im gestrigen Spiel dann auch auftreten, um den tabellarisch besseren Gegner zu ärgern.

Dies gelang von Beginn an. Bereits nach 7 Minuten griff der Gasttrainer zur grünen Karte, denn beim Stand von 5:0 aus Spartas Sicht, hatten die Damen aus Wettringen weder im Angriff noch in der Abwehr Zugriff auf das Spiel. Die ersten Damen spielten dagegen grandios auf, vorne landete nahezu jeder Wurf platziert im Eck und hinten stand man kompakt, half sich gegenseitig und machte ordentlich Lärm. Auch das Glück war auf Spartas Seite. Bekam die erneut bärenstarke Jette mal keine Hand hinter den Ball, rettete des Öfteren der Pfosten und auch im Angriff stand immer jemand bereit, der etwaige Abpraller verwerten konnte.

So war die Mannschaft aus Wettringen auch nach der früh genommen Auszeit weiter ideenlos und vielleicht auch ein wenig überrascht angesichts des temporeichen und strukturierten Handballs, den die Sparta-Mädels an den Tag legten. Dies nutzte die Heimmannschaft gnadenlos aus und erhöhte durch eine bunte Mischung aus platzierten Rückraumwürfen - hier ist allen voran Greta zu nennen -, flinken Eins gegen Eins-Situationen – in der Hauptrolle Esther – und gut ausgespielten Angriffen, an deren Ende fast jeder mal einnetzen durfte, auf einen 17:7-Vorsprung zur Halbzeit.

Trainer Benedikt Hofbauer hatte in der Pause dem Ergebnis entsprechend wenig auszusetzen, mahnte jedoch, nicht die Konzentration zu verlieren und die zweite Halbzeit anzugehen, als stünde es 0:0.

Aber schon nach wenigen Minuten wurde deutlich, dass die wahnsinnige erste Halbzeit ordentlich Körner gekostet hatte. Spartas Spiel wurde langsamer und fehlerhafter, auch weil Wettringen die Abwehr umgestellt hatte und nun in einer offeneren 4:2-Formation den Spielaufbau störte. Doch die ersten Damen wehrten sich mit aller Kraft, nahmen den Kampf an und konnten den Vorsprung bis zur 45. Minuten weiter bei neun Toren halten (21:12). Vor allem Berit nutzt die Räume und kam entweder selber zum Abschluss oder provozierte Strafen in Form von Siebenmetern oder 2-Minuten.

Doch in der Folge kamen die Gäste Schritt für Schritt näher heran, teilweise ließ sich Sparta dadurch zu hektischen und aussichtslosen Torabschlüssen hinreißen, doch am Ende entschied die beste Halbzeit der laufenden Saison  darüber, dass man mit dem 26:21-Sieg über Wettringen unglaublich wertvolle Punkte holen und dadurch den Sprung auf Tabellenplatz 8 machen konnte.

Man kann bei 5 Punkten aus den vergangenen drei Spielen sicher von einem Aufwärtstrend reden, doch der Abstiegskampf ist weiter eng. Gerade deshalb gilt es, nun die Spannung aufrecht zu erhalten und nach der Karnevalspause mit der gleichen Konzentration, der gleichen Effektivität und dem tollen Zusammenhalt auf dem Spielfeld in die nächste Partie zu gehen und die „Großen“ zu ärgern. Denn der gestrige Sonntag hat gezeigt, dass aus „den Gegner ärgern“ auch manchmal „den Gegner besiegen“ werden kann!

 

Es spielten: Jette, Rieke; Greta (9), Esther (8), Berit (3), Katha, Judith (je 2), Annika, Carina (je 1), Franny, Hannah

WJA: Heimsieg gegen Greven

Letzten Sonntag war die Mannschaft des SC Greven 09 bei uns an der Sentruper Höhe zu Gast. Aus sportlicher Sicht hätten sich die Grevenerinnen nicht für die Kreisliga qualifiziert, allerdings hat die Mannschaft der DJK Eintracht Hiltrup am Saisonanfang zurückgezogen und somit wurde ein weiterer Kreisligaplatz vergeben. Zu unserer Überraschung ist die Mannschaft aus Greven mit drei Siegen in die Kreisligasaison gestartet. Wenn man die Vorrundenpunkte nicht mitzählen würde, war das ein Spiel gegen den derzeitigen Tabellenersten.

In diesem Jahr war es unser erstes Heimspiel an der Sentruper Höhe, welches wir auch unbedingt gewinnen wollten.

Auch deshalb gingen wir hoch motiviert in das Spiel. In der ersten Halbzeit stand unsere offensive Abwehr sehr sicher und im Angriff wurden die Chancen genutzt. So gingen wir schnell in Führung, welche wir bis zur Halbzeit nicht mehr abgaben. Mit einem 16:14 für uns ging es in die Kabine.

Max motivierte uns nochmals, wies allerdings darauf hin, im Angriff die Chancen noch besser zu nutzen. Dies gelang uns in der zweiten Hälfte auch sehr gut. Durch das vermehrte spielen unserer Spielzüge sind wir zu vielen weiteren Torerfolgen gekommen. Auch die Abwehr stand noch besser, sodass Greven weniger Toren geworfen hat als in Hälfte eins.

Wir haben unseren Gegner im ganzen Spiel auf Distanz gehalten und am Ende verdient und überglücklich mit 29:24 gewonnen.

Nun gilt es auch in den nächsten Spielen an dieser Leistung anzuknüpfen.

Wir wünschen euch allen eine schöne Karnevalszeit!

 

Bis zum März

Eure weibliche A

1. Herren: Niederlage gegen Adler

Nach der knappen Niederlage am vergangenen Wochenende, wollten wir an unsere ordentliche Leistung anknüpfen und das Derby gegen Adler Münster für uns entscheiden. Schon vorweg: zum Sieg hat es nicht gereicht, doch fällt das Ergebnis am Ende doch etwas schlechter aus, als es unserer Leistung entspricht.

In der ersten Halbzeit dominierten auf beiden Seiten aufmerksam verteidigende Abwehrreihen das Spiel. Bei uns klappte die neu eingeübte 5:1 Deckung wie schon in der Vorwoche sehr ordentlich, doch bereitete uns vor allem das Unterbinden des Zusammenspiels Rückraum - Kreisläufer einige Schwierigkeiten. Vorne waren wir sehr bemüht, allerdings konnten wir keine ordentliche Struktur ins Angriffsspiel bringen. So kam es, dass innerhalb der ersten knapp zehn Minuten bei einem Spielstand von 2:1 gegen uns, erst drei Tore gefallen waren. Nach einer guten viertel Stunde konnten wir dann erstmals die Führung übernehmen, uns aber auch nicht weiter absetzen, sodass es in den verbleibenden Minuten der ersten Hälfte munter wechselte: ein-Tor-Führung Sparta, ein-Tor-Führung Adler. Entsprechend ging es auch mit einem Spielstand von 11:10 in der Halbzeitpause.

In der zweiten Hälfte ging es ähnlich weiter, wobei wir in der Abwehr unachtsamer wurden, sodass sich Adler bis zur 40. Minute auf vier Tore absetzen hatte – ein Abstand, den wir auch im weiteren Verlauf nicht verkürzen konnten. Im Angriff fehlten weiterhin durchschlagende Ideen, zumal Adler auch immer wieder auf direkte Manndeckung gegen einen unserer Rückraumspieler umstellte, was uns weiter aus dem Tritt brachte. In der Verteidigung dezimierten wir uns vermehrt selbst durch insgesamt sechs Zeitstrafen, wovon einige klar unnötig waren, wir uns also an die eigene Nase fassen müssen.

Auch wenn wir nie mehr wirklich nah ran kamen, konnten wir die vier Tore Differenz bis zur 53. Minute halten. Dann machten wir besonders im Angriff viele technische Fehler und suchten zu überhastet den Abschluss, sodass sich Adler mit einem 7-1 Lauf schlussendlich auf 30:20 absetzen konnte, was gleichzeitig auch der Endstand war.

Unterm Strich steht eine – besonders wegen der zweiten Halbzeit – verdiente Niederlage, die aber letztendlich zu hoch ausfiel.

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